Mein Kind reagiert nicht auf mein "nein". Wie kann ich lernen Grenzen zu setzen?

Wenn ein Kind nicht auf „Nein“ reagiert, heißt das nicht das ich als Mutter/Vater nicht Grenzen setzen kann!

Es heißt, dass mein Kind „Nein“ hört, „Nein“ versteht (ab 6. Lebensmonat!), aber „Nein“ nicht als Bedrohung oder Ermahnung empfindet, sondern als Interaktionsangebot.

Interaktion wiederum ist für Kinder eine intensive Einladung zum Miteinander. Kinder lieben das Miteinander – je mehr desto besser, je intensiver desto spannender.

Wenn Mutter/Vater „Nein“ sagen, dann ist ein Spiel zur Interaktion eröffnet, viele Kinder zeigen das durch ein fast freudiges Aufleuchten in den Augen, ein bisschen freches Herausfordern meist begleitet durch eine schräge Kopfhaltung. Manchmal geht damit einher, dass das Kind sein Handeln verlangsamt, Blickkontakt zu Vater/Mutter aufnimmt (vielleicht ein bisschen provokativ) und dann trotzdem die unerwünschte Handlung durchführt. Das ist normal und gesund! Das genau ist die Aufforderung zum Thema „Jetzt gib mal Butter bei die Fische“.

Kinder machen das mit Freude, mit Begeisterung und mit großer Zuverlässigkeit.

Nun geht es darum als Eltern Standing zu zeigen. D.h. wie viel Energie investieren wir, wie gut führen wir nun das „Verkaufsgespräch“, wie glaubhaft sind wir? Nicht schreien, nicht schimpfen, nicht verzweifeln, sondern zuverlässig und standhaft das „NEIN“ wiederholen. Wenn das Kind sich aufregt, sind Eltern auf dem richtigen Weg!

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